/Lachgas – 7. Teil unserer Fachartikelreihe im Solinger Tageblatt

Lachgas – Entspannung bei jeder Behandlung

Zahnarztbesuch ohne Angst

Kennen Sie dieses ungute Gefühl im Bauch vor Ihrem Termin beim Zahnarzt?! Sie sind aufgeregt, Sie haben feuchte Hände und die Behandlung fühlt sich immer endlos an.

Entspannen beim Zahnarzt, wohl fühlen bei jeder Behandlung – wäre das nicht wunderbar?!

Eine Sedierung mit Lachgas kann Ihnen helfen!

 

Was ist eine Lachgas-Sedierung?

Sedierung bezeichnet in der Medizin die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel (Sedativum oder Sedativ).

Lachgas (N2O) ist ein Sedativum.

Der Patient atmet das geruchlose Lachgas über die Nase ein. Nach kurzer Zeit ist die entspannende Wirkung des Lachgases zu spüren. Im Gegensatz zur Vollnarkose bleibt der Patient bei vollem Bewusstsein und ist zu jeder Zeit ansprechbar. Lachgas wird nun seit mehr als 100 Jahren in der Medizin erfolgreich eingesetzt. In der Zahnmedizin ist die Lachgasbehandlung besonders zu empfehlen, da viele Patienten Angst vor der Behandlung haben. Sie sind schon Tage vor ihrem Termin aufgeregt und können sich dann während der Behandlung kaum entspannen. Diese Last kann dazu führen, dass Patienten notwendige Eingriffe nicht durchführen lassen.

 

Wie wirkt Lachgas?

Lachgas wird über die Nase mittels einer kleinen Maske eingeatmet. Der Mund kann dabei problemlos geöffnet werden. Durch das Einatmen von Lachgas entsteht eine tiefe, innere Ruhe. Der Patient kann im Gespräch mit dem behandelnden Zahnarzt selber festlegen, wie intensiv er sich entspannen und sedieren lassen möchte. Zusätzlich zu dem Wohlfühl-Faktor reduziert Lachgas das Schmerzempfinden. Viele Patienten berichten von einem warmen und angenehmen Gefühl.

Darüber hinaus verändert Lachgas das Zeitempfinden: Eine Behandlung fühlt sich für den Patienten subjektiv viel kürzer an.

 

Ist noch eine zusätzliche Anästhesie des Zahnes notwendig?

Ja! Lachgas reduziert zwar die natürliche Schmerzempfindlichkeit, betäubt diese aber nicht vollständig. Somit ist eine klassische Anästhesie weiterhin sinnvoll, um eine perfekte Schmerzfreiheit zu sichern. Für den Patienten ist der berühmte Stich allerdings nicht mehr Angst belastet, da die Anästhesie erst nach Einsetzen der Lachgas-Wirkung durchgeführt wird.

 

Wie sicher ist die Lachgas-Behandlung?

Die zahnärztliche Sedierung mit Lachgas ist eine sehr sichere Behandlungsmethode. In den USA gehört die Behandlung mit Lachgas beispielsweise schon seit vielen Jahrzehnten zum medizinischen Standard.

Die Wirkung des Lachgases ist schon kurz nach der Behandlung (5 – 10 Minuten) verflogen. Der Patient kann die Praxis in der Regel ohne Begleitperson wieder verlassen. Nur Auto fahren direkt nach der Behandlung sollte vermieden werden, da ähnlich wie bei einer normalen Anästhesie das Reaktionsvermögen reduziert sein könnte.

 

Wer kann die Vorteile von Lachgas nutzen?

Neben den klassischen Lachgas-Patienten (Angstpatienten und Kindern) nutzen mittlerweile viele andere Patienten die Vorteile der Lachgas-Behandlung. Wieso sollte man einer zahnärztlichen Behandlung mit Anspannung entgegen sehen, wenn so selbst längere Behandlungen zu einer angenehmen Zeit werden?!

Es gibt kaum alters- oder krankheitsbedingte Einschränkungen bei einer Lachgassedierung.

 

Was übernimmt die Krankenkasse / Versicherung?

Die Behandlung mit Lachgas gehört bei den privaten Versicherungen in der Regel zu den Erstattungsleistungen. Dies sollte aber vorher geklärt werden.

Im Leistungskatalog der gesetzlichen Versicherung ist eine Sedierung leider nicht enthalten. Die Kosten sind vom Patienten zu tragen.

 

Freuen Sie sich auf eine entspannte Behandlung in Ihrer Zahnstation!

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema Lachgas.

Ihr Zahnstation-Team

21. April 2018|Allgemein|